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KostümfundusIn einer Gruppe von dreizehn Schülern sind wir in ein Nebengebäude der Werkstätten gegangen. Dort empfing uns Frau Kollender, die Fundusleiterin.In einem sehr großen Raum, der schon eher einer Halle glich, hingen mehrere hundert Kostüme, auf rollenden Kleiderständern und Kleiderstangen, die bis unter die Decke gingen. Vom Kleid der Königin Elisabeth bis hin zum Drachenkostüm konnte man dort alles finden. Sortiert sind die Kleidungsstücke im Fundus nach Jahrzehnten und Männer- und Frauenkostüme werden getrennt gelagert. Nachdem wir uns eine kurze Weile dort umgesehen hatten, durften wir dann auch selbst ein Kostüm anprobieren. Wir bekamen Kleider der reicheren Frauen von früher zum anziehen. Dabei wurde uns dann schnell bewusst, wie schwierig es früher für die Frauen gewesen sein musste, bis sie in diesen Kleidern waren. Zum Glück bekamen wir Hilfe von drei Praktikantinnen. Alle Kleider im Fundus sind Maßanfertigungen, die natürlich nicht auf uns zugeschnitten waren und deshalb war es schwer, ein passendes Kleid für jeden zu finden. Leider war unsere Zeit sehr knapp und so blieb uns nur noch kurz Zeit, ein paar Fotos zu schießen. Dann mussten wir uns auch schon wieder umziehen. Einige Kleider aus dem Kostümfundus haben einen Rockdurchmesser von bis zu zwei Metern und es sind mehrere Helferinnen nötig, um diese Kleider anzuziehen. Das Anziehen von solchen Kleidern kann bis zu zwei Stunden dauern. Zudem werden fast alle historischen Kleider mit einem Korsett getragen. Es ist für die Sängerinnen nicht immer einfach, mit einem eng geschnürten Korsett zwei bis drei Stunden auf der Bühne zu stehen und zu singen. Insgesamt war es ein sehr interessanter Tag! Eva, Mieke, Jenny B., Kathrin |