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SchreinereiIn der Schreinerei angekommen schauten wir uns die einzelnen, im Bau befindlichen Gegenstände an. Leider entdeckten wir kaum einen Gegenstand des Fidelio-Bühnenbilds. Allerdings konnten wir beobachten, dass hauptsächlich mit Säge, Hammer und Zange gearbeitet und so gut wie alles selber hergestellt wird. Die Arbeiter, die alle über drei Jahre hinweg eine Ausbildung als Tischler oder Schreiner hinter sich haben, arbeiten nach einem Plan, der ihnen mitgeliefert wird.Es sind 15 Leute, unter denen sich drei Auszubildende befinden, die täglich von 7.30 Uhr bis 16.15 Uhr arbeiten müssen. Da sie nur eine begrenzte Menge an Holz zur Verfügung haben, müssen sie vorsichtig und sparsam arbeiten. Ihr Holz, verwendet wird Tanne und Fichte, da diese Holzarten leicht und billig sind, bekommen sie meist in Form von langen Brettern, die aus frisch gefällten Holzstämmen gesägt werden. Diese werden hauptsächlich im Schwarzwald gerodet und dann nach Köln in die Schreinerei transportiert. Dort müssen sie dann, getrocknet, gelagert und behandelt werden, ehe sie der Verarbeitung zur Verfügung stehen. Benötigen die Schreiner mal eine größere Platte, so wird diese ihnen fertig geliefert. So wurden im Jahr 2003 Bühnenbilder für 26 Opern und Theaterstücke geschaffen. Diese Zahl nimmt jedoch jährlich ab, da eine weitere Werkstatt in Köln-Deutz ihre Arbeit aufgenommen hat. Ungefähr ein halbes Jahr vor der ersten Aufführung eines Stücks wird mit der Arbeit für das jeweilige begonnen. So kommt es auch, dass wir nur vereinzelte Teile von Fidelio sehen konnten. Da es auch sogenannte Deadlines (einen bestimmten Abgabetermin) gibt, stehen die Mitarbeiter manchmal ein bisschen unter Zeitdruck und Stress. Da die Werkstätten groß genug sind, werden die Teile bis dahin gesammelt und dann in einem Schub zur Oper gebracht und einmal zum Test komplett aufgebaut. Wenn ein Bühnenbild nicht mehr benötigt wird, wird es entweder entsorgt, oder aber es kommt zurück in die Werkstätten. Falls es dort hinkommt, wird manches sogar wiederverwendet und wenn nicht, gelagert. Während wir uns mit einem sympathischen Schreiner unterhielten, konnten wir den Druck, der den Arbeitern aufliegt, am eigenen Leib miterleben. Unser Interview mussten wir leider verkürzen, da unser Gesprächspartner wegen des Zeitdrucks uns nicht länger zur Verfügung stehen konnte. Jonas, Henry, Manuel |