Herzog von Alba
Herzog von Alba, Befehlshaber des spanischen Militärs und Vertrauter des Königs, nimmt die Rolle des Intriganten am Hofe ein.
Nach der Konfrontation zwischen Carlos und der Prinzessin, bei welcher sie ihm ihre Liebe gesteht - jedoch erkennt, dass diese Liebe nicht erwidert wird - spinnt sie eine folgenreiche Intrige: Im Verlauf ihrer Konversation erfährt Carlos, dass die Prinzessin die Geliebte seines Vaters, des Königs, ist. Um ihre Schwäche zu rächen, weckt sie, im Zusammenspiel mit Herzog Alba und Beichtvater Domingo bei Philipp den Verdacht einer „blutschänderischen Umarmung“ zwischen Mutter und Sohn.

Albas Interessen decken sich mit denen der Eboli und so treibt er die Intrige der Prinzessin im weiteren Geschehen voran: „ Eines Mannes Spur im Sande, / Die von dem linken Eingang dieser Laube/ Nach einer Grotte sich verlor, wo noch / Ein Schnupftuch lag, das der Infant vermisste, / Erweckte gleich Verdacht. Ein Gärtner hatte dem Prinzen dort begegnet, und das war (...)“ ( Vers 2615).

Nachdem der Marquis von Posa als Hochverräter erschossen worden ist, veranlasst die Königin in Madrid einen Aufstand, um Carlos´ Flucht aus der Stadt zu begünstigen. Doch Herzog Alba entdeckt die Pläne. „ Diese Briefe Sire,/ Enthalten die Verlassenschaft des Marquis/ Von Posa an den Prinzen Karl.“ ( Vers 5092) Jene Entdeckung führt mit sich, dass der König seinen Sohn dem Großinquisitor übergibt.

Alba kämpft für die Erhaltung seiner Rolle im menschenverachtenden Regime und unterstützt damit die höfischen Machthaber.

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