Königin Elisabeth verkörpert das Reine, Schöne
und Tugendhafte. Sie ist die Carlos zugesprochene Frau gewesen,
wurde jedoch aufgrund politischer Überlegungen von König
Philipp zur Frau genommen.
Carlos fühlt sich weiterhin zu ihr hingezogen, wird aber
von ihr mit dem Hinweis auf seine Pflichten als Königssohn
zurückgewiesen : „Elisabeth war ihre erste Liebe.
Ihre zweite sei Spanien!“
Sie wirkt wie eine Erzieherin Carlos` und versucht sogar ihre
eigenen Bedürfnisse und Gefühle für ihre Pflichten
zu unterdrücken. Ihr erzieherisches und selbstloses Handeln
wird in den Vordergrund gestellt – Elisabeth, die wahre,
tugendhafte Frau. Um so abgründiger wirkt das Misstrauen
ihres Gatten, König Philipp, der die Vaterschaft seines
Kindes nach den Intrigen seiner Berater anzweifelt. Besonders
signifikant erscheint Elisabeths Wesensart gegenüber der
rachsüchtigen und egoistischen Eboli – Prinzessin
Eboli und Königin Elisabeth erscheinen als grundsätzliche
Gegenpole in ihrem Denken und Handeln. |
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In ihrem politischen Einsatz für den Freiheitskampf zeigt sich
ihr prinzipiengeleitetes Handeln. Dies wird besonders während
des Gespräches mit dem Marquis von Posa deutlich, der sie als
eine Gesinnungsgenossin betrachtet.
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