Schüler:
Zu den Grundlagen des Technikers in der Oper oder wie in unserem
Falle im Theater: Können Sie uns die Einteilungen der
verschieden Berufsgruppen nennen?
Technischer Leiter: Also, ihr müsst bedenken, die Oper
bzw. das Schauspielhaus ist so aufgebaut, dass man alles herstellen
kann, was benötigt wird.
Dies beginnt bei dem Aufbau der Kulissen bis hin zur Pyrotechnik.
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Schüler: Mit wie vielen Mitarbeitern arbeiten Sie
allein und wie viele sind insgesamt im Schauspielhaus und
in der Oper beschäftigt?
Technischer Leiter: Die Gesamtzahl der Beschäftigten
in der Oper und im Theater liegt derzeit bei 250 Mitarbeitern.
Mir unterstellt sind die Bühnendekorateure (40 Angestellte),
Beleuchtungsabteilung (20 Angestellte) und die Tonabteilung
mit 10 Mitarbeitern. Dazu kommen aber noch die Kleinhandwerker
wie die Requisite, Maske, Schmiede (Rüstkammer) u.v.m.
Schüler: Gut, aber es gibt bestimmt verschiedene Berufe
und demnach auch verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten?
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Technischer Leiter: Gut gefragt! Das stimmt, besonders in den letzten
Jahren ist ein ganz neuer Zweig entstanden, es ist die Fachkraft
für Veranstaltungstechnik.
Bei dieser Ausbildung wechselt jährlich der Schwerpunkt.
Begonnen wird mit den zwei Hauptfeldern Tontechnik und Lichttechnik,
welche den Hauptteil der Ausbildung ausmachen.
Danach folgt der theoretische Teil, der sich mit viel Mathematik
beschäftigt, statische Berechnungen etc.
Schüler: Welche Besonderheiten gibt es in ihrem Beruf als
Technischer Leiter?
Technischer Leiter: Die größte Besonderheit ist wohl
meine Arbeitszeit. Wenn mir das nicht so viel Spaß machen
würde, hätte ich schon gekündigt, aber ich liebe
diesen Job.
Erst wenn man ihn nicht mehr hat, weiß man ihn zu schätzten.
Mein typischer Arbeitstag beginnt mit der Frühschicht um 7.30
Uhr oder zur Spätschicht von 14 Uhr bis 22 Uhr oder später.
Das Problem liegt aber immer an den Proben, oder besser gesagt,
den Aufführungen, die gespielt werden. Bei aufwendigen Stücken,
da kann es schon passieren, dass man mehr als 10 Tage hintereinander
arbeiten muss.
Schüler: Wir würden noch gern wissen, was Sie bzw. die
gesamten sechs Bühnen der Stadt Köln für einen Kostenaufwand
für Personalkosten, Materialkosten haben? Und auch der Etat
für das Stück „Don Carlos“ würde uns
interessiern.
Technischer Leiter: Insgesamt haben alle sechs Bühnen
einen Etat von 50 Mio. Euro.
Das Problem dabei ist nur: 85% davon sind allein Lohnkosten
und somit irrelevant für die weitere Planung der Aufführungen.
Jährlich haben wir auf allen Bühnen ca. 35 Produktionen,
manche kleine bedeuten einen großen Aufwand.
Die Produktion zu „Don Carlos“ kostet ca. 50000
Euro, dieser Kostenvoranschlag kommt jedoch vom Intendanten,
der das Stück inszeniert.
Und jetzt zeig ich euch noch das Studio von oben!
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